Die 7 Weltwunder der Antike

Die Zeusstatue des Phidias von Olympia


Standort: Konstantinopel
Bauherr: Phidias
Bauzeit: zw. 483 und 430 v.Chr.

Die Zeus-Statue des Phidias war die sitzende Kolossalstatue des Zeus im 456 v. Chr.
fertiggestellten Zeustempel von Olympia. Das Sitzbild wurde von dem Bildhauer Phidias zwischen 438 und
430 v. Chr. geschaffen und gehörte nicht nur wegen seiner Höhe von etwa 13 Metern zu den
„Sieben Weltwundern der Antike“.
Statue und Thron waren aus Gold, Elfenbein und Ebenholz gefertigt. Zeus hielt in seiner
Rechten eine Nike, in seiner Linken einen Stab. Basis und Thron waren darüber hinaus mit freiplastischen
Figuren und Reliefs reich geschmückt, bemalte Schranken hielten den Besucher auf Abstand.
Die Statue selbst ist nicht erhalten, doch konnten die Fundamente ihrer Basisausgegraben werden. Sie setzte auf Höhe der fünften Innensäulen von Osten an und nahm das hintere Drittel des Mittelschiffs in ganzer Breite ein. Ihre Maße betrugen 6,65 Meter in der Breite und 9,93 Meter in der Tiefe. Im mittleren Drittel des Mittelschiffs befand sich ein 12 Zentimeter tiefes und im Quadrat 6,40 Meter großes Becken aus dunkelgrauen bis schwarz-bläulichen Platten eleusinischen Kalksteins, die von weißem Marmor eingefasst wurden.
Es diente entweder dem Auffangen des Öls, das man für die Pflege des Elfenbeins benötigte, oder diente als
Wasserbehältnis der Regulierung der Luftfeuchtigkeit.
Die Zeusstatue wurde erst ab 438/435 v. Chr., also fast zwanzig Jahre nach Ende der Bauarbeiten des Tempels, von Phidias geschaffen, der bis um 430 v. Chr. an dieser Statue, einem seiner größten Meisterwerke, arbeitete.
Die Verzögerung gegenüber der Fertigstellung des Tempels wird einerseits mit Reparaturarbeiten nach einem
schweren Erdbeben im 5. Jahrhundert v. Chr. zusammenhängen, kann aber andererseits auch in der politischen Situation in Griechenland
nach Ende des ersten Peloponnesischen Krieges begründet liegen.
Zitate aus antiken Quellen: „Also sprach, und winkte mit schwärzlichen Brauen Kronion; Und die ambrosischen Locken des Königes wallten ihm vorwärts Von dem unsterblichen Haupt; es erbebten die Höhn des Olympos.“
Homer: Ilias 1, 528–530