Die 7 Weltwunder der Antike


Die Pyramiden von Gizeh


Standort:liegen am westlichen Rand des Nilltals, 8km westlich der Stadt Gizeh
Bauzeit: etwa von 2620 bis 2500 v. Chr. in der 4. Dynastie.


Die Pyramiden entstanden etwa von 2620 bis 2500 v. Chr. in der 4. Dynastie. Sie wurden auf einem rund 1000 mal 2000 m großen Kalksteinplateau errichtet, wobei mit dem Bau der Pyramiden Nebenpyramiden,Tempelanlagen,Gräberfelder und Arbeiterdörfer entstanden. Bemerkenswert ist, dass beim Bau der Pyramiden keinerlei beräderte Fuhrwerke zum Einsatz kamen, obwohl die Ägypter das Rad zu dieser Zeit wahrscheinlich bereits kannten. Höhenunterschiede beim Bau wurden durch Ziehen der Lasten auf schiefen Ebenen überwunden.[2]
Die Große Pyramide (Cheops-Pyramide):
Die größte und vermutlich bekannteste Pyramide ist die des Pharao Cheops. Die Cheops-Pyramide war ursprünglich 146,6m hoch (heute ist sie ungefähr 138,75m hoch). Sie wurde aus rund 3 Millionen Steinblöcken errichtet, deren durchschnittliches Gewicht bei je 2,5t liegt und war komplett mit Kalksteinblöcken verkleidet. Im Inneren befindet sich die Große Galerie, die 8,5m hoch und 47m lang ist. An das Ende der Galerie schließt die Königsgrabkammer an, in der die Reste eines Granitsarkophages stehen. Des Weiteren existiert die sogenannte Königinnenkammer und die unterirdische erste Grabkammer. An der Ostseite der Pyramide befinden sich die Überreste des Totentempels und des Aufweges. Der Taltempel ist unter der modernen Stadt begraben. Südöstlich des Totentempels befinden sich die Pyramidenanlagen für die Königinnen Hetepheres I., Meritites I. und Henutsen. Im Sonnenbarken-Museum auf der Südseite der Cheops-Pyramide befindet sich eine der 1954 ausgegrabenen und wiederzusammengefügten Sonnenbarken. Im Pyramidenkomplex befinden sich drei kleinere Königinnenpyramiden und eine Kultpyramide.

Die Mittlere Pyramide (Chephren-Pyramide):
Die mittlere der drei Pyramiden ist die des Pharao Chephren. Sie war ursprünglich 143,5m hoch (heute ist sie ca. 136,4m hoch) und ist so wie die Cheops-Pyramide mit Kalksteinplatten verkleidet. Sie wirkt durch ihren etwa 10m höher gelegenen Standort wegen ihrer nur geringfügig kleineren Größe und Höhe sogar größer als die Cheops-Pyramide und ihre Spitze ragt über deren Spitze hinaus, weshalb sie oft für die Cheops-Pyramide gehalten wird. Ein 400m langer, reliefgeschmückter Aufweg führt vom Taltempel am Sphinxtempel und dem großen Sphinx von Gizeh vorbei bis zum Totentempel und zur Pyramide selbst. Der Taltempel ist 45×45m groß und 18m hoch. Die Eintiefungen im Alabasterfußboden zeigen den Standort von einst 23 überlebensgroßen Figuren des Pharaos an. Südlich der Pyramide befinden sich die Überreste einer kleinen Kultpyramide. Nördlich des Taltempels und des Aufweges des Chephren befindet sich die 73m lange Skulptur des Sphinx, die aus dem anstehenden Fels gehauen wurde.

Die Kleine Pyramide (Mykerinos-Pyramide):
Die kleinste der drei Pyramiden ist die des Pharao Mykerinos. Die Mykerinos-Pyramide war ursprünglich 65m hoch, womit sie nicht einmal halb so hoch wie die beiden anderen Pyramiden ist. Der obere Teil der Pyramide war so wie die Cheops-Pyramide und die Chephren-Pyramide mit Kalksteinplatten verkleidet. Die unteren 16 Lagen bestehen jedoch aus Rosengraniteinfassungen. Die zugehörigen Tal- und Totentempel sind nicht mehr vollständig erhalten.Auf der Südseite befinden sich drei Königinnenpyramiden, von denen zwei als Stufenpyramiden ausgeführt waren.

Das Grab der Chentkaus I. (sogenannte vierte Pyramide):
Südöstlich der Chephren-Pyramide nahe bei der großen Sphinx befindet sich das auch als vierte Pyramide von Gizeh bezeichnete Grab der am Ende der 4. Dynastie regierenden Königin Chentkaus I.. Das Grab wurde erst 19232 erforscht und galt ursprünglich als eine unvollendete Pyramide. Wie auch die anderen Pyramiden ist sie mit Kalksteinplatten verkleidet und ist ungefähr 17m hoch.

Von 1798 bis 1799 begann mit Napoleons Ägyptenfeldzug die wissenschaftliche Erforschung der Pyramiden.
1860 fanden unter der Leitung von Auguste Mariette die ersten Ausgrabungen statt.
1979 wurden die Pyramiden und der Sphinx von Gizeh als Kulturdenkmal von der UNESCO in die Liste des Welterbes aufgenommen.
1984 prägte Ägypten 5-Piaster-Münzen mit einer Darstellung der Pyramiden